Sonntag, 6. Dezember 2009

Wie das Leben so spielt ...

Mit unserem Wohnmobilprojekt ist die letzten Monate nicht allzuviel weitergegangen, da wir beide sowohl privat als auch beruflich ziemlich eingespannt sind. Wird 2010 sicher/eventuell/vielleicht besser - die Hoffnung ist zumindest da ;-)

Die Planungen gehen aber doch voran, wenn auch nur schleppend. Der grobe Grundriss steht schon mal (außer einem von uns oder Euch kommt jetzt noch DIE Idee).

Ich beschreib mal kurz was ich mir so vorstelle:
Hinten quer kommt die Nasstzelle rein (von innen und außen zu betreten --> Schleusenfunktion bei Sauwetter). Wenn man dann in den Wohnbereich weitergeht gibt es links Stauraum (ca. 1 m hoch, ev. bis zur Decke erweiterbar) und rechts den Küchenbereich, der auch einen Teil der Schiebetür einnehmen wird (Luftabzug beim Kochen). Der Stauraum auf der rechten Seite nimmt die halbe Länge zum Fahrerhaus ein und kann in der ca. 1m hohen Variante zum Hochbett für eine Person umfunktioniert (bis zum Fahrerhaus verlängert) werden, ev kommen dort auch die Fahrräder rauf (muss noch nachdenken wie ich das löse - wenn nicht kommen die Fahrräder einfach auf die Hecktüre). Im restlichen aum zum Fahrerhaus ist dann noch die Sitzecke mit Hubtisch, die auf ein Doppelbett umgebaut werden kann. Der Bereich über dem Fahrerhaus wird Stauraum, ebenso die Sitzecke wo auch die Wassertanks und ein guter Teil der Technik Platz finden werden. Der Abwassertank muss wohl leider unter das Fahrzeug - sonst wird das mit dem Abfluss beim Duschen ein Problem - oder ich muss das Abwasser abpumpen. Beim Abwassertank im Fahrzeug brauch ich Strom für die Pumpe, außerhalb ist die Frostsicherheit ein Thema und vor allem benötige ich dafür einen Einbauort den ich im Gelände nicht beschädige.

Zur Technik gibt es bislang folgende Gedanken:
- Isolierung: X-trem Isolator
- Licht: LEDs
- Herd: Gas (ev. mit Backrohr --> Schiffsherd)
- Kühlschrank: 12V/220V/Gas plus Kompressorkühlbox (12V/220V)
- Frischwasser: noch immer nicht klar aber vermutlich doch das Drucksystem
- Warmwasser: Gas und ev. Wärmetauscher Motor
- Heizung: Gas und ev. Wäremetauscher Motor und ev. Dieselluftheizung
- Strom: 12V (Solar und Batterie) und Außenanchluss 220V
- Füllanzeige für alle Tanks (Frisch-und Abwasser)
- Rückfahrkamera (in der Stadt ist das Ding echt mühsam zum Einparken)
- CB-Funk
- GPS

Jetzt geht es dann mal an die Feinplanung und an die Beschaffung der Technik. Momentan hätte ich vor, dass ich die Basis (also so, dass man mal ein bisschen Urlaub machen kann - auch wenn noch nicht alles fertig ist) im ersten Halbjahr 2010 fertigstelle. Ist eine Herausforderung - aber irgendein Ziel muss man sich ja stecken ;-)

Also, (hoffentlich) bis bald.

Sonntag, 28. Juni 2009

Dann nehmen wir mal Maß ...

Heute Nachmittag haben wir (meine Frau Monika und ich) einmal das Maßband geschnappt und die ersten Vermessungsarbeiten im LT durchgeführt. Da fällt einen erst auf wie schräg so ein eckiger Kasten eigentlich ist. Mitten im Messen hat es dann zu regnen begonnen - haben somit gleich noch eine kühle 3 Minuten Dusche am Heimweg abbekommen.
Die nächsten Wochen wird auf Basis der erhobenen Daten fleissig geplant. Folgendes müssen wir grob unterbringen:
  • Schlafplatz für 2 Personen (nebeneinander, nicht im Stockbett)
  • Option für Kinderschlafmöglichkeit
  • Sitzgelegenheit (inkl. Tisch) für uns 2 und ev. Gäste
  • Küchenzeile mit Kocher, Abwasch und Arbeitsplatte
  • Kühlschrank
  • 2 Gasflaschen
  • Standheizung (oder Wohnwagen-Luftheizung)
  • Nasszelle mit WC, Waschbecken und Duschmöglichkeit
  • Kalt- und Warmwasser
  • Abwassertank
  • Verbraucherbatterie
  • Raum für zusätzlichen Diesel
  • Stauraum für Wäsche, Lebensmittel, ...
  • Luftkompressor
  • Raum für die abnehmbare Seilwinde (wenn sie sich unterbringen lässt)
  • Raum für den Stromerzeuger (wenn er sich unterbringen lässt)
  • Raum für 2 Fahrräder oder 1 Motorrad (wenn es sich unterbringen lässt)
Das wird spannend! Wenn Du, geschätzter Leser, also Vorschläge für praktische Raumaufteilung mit uns teilen möchtest: her damit! Wir brauchen Ideen!

Samstag, 27. Juni 2009

Es ist soweit!

Im Juni 2009 war es dann soweit. Ich wurde fündig. Nach langem Überlegen und einigem Hin und Her ob ich ihn jetzt nehmen soll oder nicht habe ich mich für mein Basisfahrzeug entschieden.
  • VW LT40 4x4
  • Baujahr 1987
  • 2,4 Liter Turbodiesel mit 102PS - man hat es ja nicht eilig im Urlaub
  • Heckantrieb, Vorderradantrieb zuschaltbar
  • Untersetzungsgetriebe
  • Differentialsperre vorne und hinten
  • Innenhöhe ca. 1,8m (Fahrzeughöhe ca. 2,85m)
Der Erstbesitzer (bis 2003) hat dieses Fahrzeug von Anfang an als Expeditionsmobil geplant. Der Ausbau ist leider nicht mehr drinnen, aber ein paar nette Gimmicks waren noch eingebaut bzw. wurden mir dazugegeben:
  • Tempomat (funktioniert zur Zeit nicht)
  • Luftstandheizung (nicht angeschlossen)
  • Solarpanele am Dach
  • Alarmanlage (nicht eingebaut)
  • Zusatztank ca. 300 Liter (nicht eingebaut)
  • Heckträger für Motorrad (war von einem 2WD LT, muss erst schauen ob der passt - also nicht montiert)
  • Zusatzinstrumente (Drehzahlmesser, Öltemperatur, Öldruck)
  • Seitenwände und Dach bereits isoliert
  • ein paar Schalter mehr als Serie (da muss ich erst herausfinden wofür die gut sind)
Nach den vielen Worten lasse ich mal Bilder sprechen: Das issa!


Welche Basis passt zu mir?

Die Frage des Basisfahrzeugs hat mich schon länger beschäftigt. Recht einfach als Allrad zu bekommen wäre der VW T3 bzw. T4 - beides vielleicht etwas bekannter als VW Bus. Der T3 ist der Eckige, der T4 der Nachfolger der in den 90er-Jahren zu bekommen war. Derzeit habe ich einen T3-Camper (der wird heuer 25 Jahre alt) - aber leider nur mit Heckantrieb. Stehhöhe gibt es im T3 nur mit Hochdach oder Ausstelldach, gerüchteweise soll es vereinzelt Experten geben die eine Nasszelle im T3 untergebracht haben - habe aber keine Idee wie und wo sich das ausgehen soll. Der T4 ist innen auch nicht wirklich größer als der T3 und ist eigentlich nur mehr für die Straße gedacht. Da fehlt es an der Bodenfreiheit.
Etwas seltener ist der Mercedes Sprinter, für mich spielt er in der selben Klasse wie der T4. Exoten wie Renault Traffic o.ä. kommen für mich nicht in Frage - da wird es schwer Teile zu besorgen (außer beim jeweiligen Originalhändler) und somit teuer.

Aber ich gehe die ganze Geschichte ja wieder mal von der falschen Seite an. Was erwarte ich von meinem Basisfahrzeug?
  • Gesamtgewicht maximal 3,5 Tonnen
  • Stehhöhe
  • Schlafmöglichkeit für 2 Erwachsene
  • Küchenzeile
  • Platz für viel Stauraum
  • Ausreichend Platz für eine Nasszelle (Dusche,Waschbecken WC)
  • Möglichkeit 2 Fahrräder oder auch 1 Motorrad zu transportieren
  • gute Bodenfreiheit
  • Allradantrieb
  • Untersetzungsgetriebe
  • Differentialsperre (möglichst vorne und hinten)
Sollen alle Punkte der Liste erfüllt werden findet man nicht mehr sehr viele Fahrzeuge. Neben den moderneren Iveco, Gaz und Mercedes Modellen (zum Teil auch durch die Arbeit externer Partner mit verblüffenden Geländeeigenschaften versehen) die alten Iveco Daily Allrad und den VW LT Allrad. Mit einem Blick auf das Budget bleiben eigentlich nur mehr der alte Iveco und der VW über.

Mit dieser kurzen Liste habe ich dann meine Suche begonnen. Entweder es findet sich einer der beiden größeren Vertreter zu einem vernünftigen Preis oder ich verzichte auf die Nasszelle und kaufe einen T3 syncro. Nach ein paar Monaten war die Suche dann zu Ende.

Wie baue ich mir ein Wohnmobil? - Keine Ahnung! Aber das macht die Sache ja erst interessant.

Zu Beginn meines Blogs werde ich mich bei Dir, geschätzter Leser, kurz vorstellen. Ich darf doch Du sagen, äh schreiben, oder? Wenn nicht - ist mir auch egal. Ich bleibe beim Du.
Also dann. Mein Name ist Michael, ich bin zu Beginn dieses Blogs 32 Jahre alt, verheiratet (mit Monika) , keine Kinder, 2 Kater (Felix und Basti), einige Süsswasserfische (Welse, Rotkopfsalmer, Guppies). Ich lebe mit meiner Kleinfamilie im Nordosten Wiens (Österreich, Europa, Erde). Eigentlich lebe ich seit meiner Geburt in Wien, genetisch gesehen bin ich zur Hälfte Wiener und zur Hälfte Burgenlandkroate (spreche aber kein Wort kroatisch) - aber das ist eine andere Geschichte.
In meiner spärlichen Freizeit und im Urlaub ist dann auch mal Zeit für meine Hobbys (Geocaching, Bogenschießen, Segeln, Tauchen, Motorradfahren, Reisen).
Ach ja, vielleicht sollte ich auch noch erwähnen, dass ich handwerklich nur bedingt begabt bin.

Wie kommt jemand wie ich also auf die Idee ein Wohnmobil zu bauen? Neben den naheliegenden Antworten (Blödheit, Fehleinschätzung der eigenen Fähigkeiten, Größenwahn, ...) gibt es auch eine andere Erklärung (die ich persönlich bevorzuge - da komm ich besser weg): Seit ca. 11 Jahren sind meine Frau und ich mehr oder weniger regelmäßig mit Geländewägen unterwegs (der Reihe nach: Lada Taiga, Jeep Cherokee, Nissan Terrano II, Puch G, Jeep Cherokee) - unter anderem auch auf Urlaub auf und abseits befestigter Straßen und oft als Camper. Mit dem Terrano waren wir z.B. 2 Wochen in der tunesischen Wüste unterwegs. Terrano mit kurzem Radstand, Gepäck und Verpflegung für 2 Wochen, 40 Liter Diesel und 40 Liter Wasser extra - alles im Auto (kein Dachträger) und dort haben wir auch noch geschlafen - das war eng! Der Innenausbau im Terrano war von der Raumausnutzung ideal - aber doch sehr puristisch und eng. Dem Puch G (langer Radstand) wurde auch ein Innenausbau verpasst - da hatten wir schon deutlich mehr Platz, außerdem sind wir zum Schlafen auf ein Dachzelt umgestiegen - super Sache solange es nicht regnet oder gewittert.
Also fassen wir mal zusammen: Ich suche ein Wohnmobil mit reichlich Platz, Allradantrieb, einem höchstzulässigem Gesamtgewicht von maximal 3,5 Tonnen (für mehr fehlt mir der Führerschein und die Maut in Österreich ist nicht zu verachten) passend für ein kleines Budget. In Euronen ausgedrückt nicht mehr als 4-stellig - das schränkt das Angebot gewaltig ein.
Da es solche Fahrzeuge nur sehr, sehr selten am Markt gibt bleibt mir eigentlich nur der Selbstausbau eines passenden Basisfahrzeugs. Aber dazu mehr im nächsten Eintrag.